Luxemburger Jugendkader des Golfverbandes verstärkt auf Reisen

Luxemburger Jugendkader des Golfverbandes verstärkt auf Reisen

Der Kader der Luxemburger Golfjugend nutzt die gelockerten Coronabedingungen, um sich auf internationalem Niveau weiter zu verbessern.

In der vergangenen Woche fanden bei hochsommerlichen Temperaturen vom 20.-23. Juli die Framas Open, ein Turnier der German Junior Golf Tour (GJGT) auf dem Hitscherhof des Erster Golfclub Westpfalz (EGW) statt. Das Turnier ist Teil einer Turnierserie und wird über 4 Tage mit jeweils 18 Loch im sogenannten Zählspiel ausgetragen. Angemeldet waren gut 130 Jungen und 40 Mädchen aus 10 Ländern, verteilt auf 3 Altersklassen. Ergänzt wird das Turnier durch 30 TeilnehmerInnen des über 36 Loch ausgetragenen Turniers in den Altersklassen 7-10 bzw. 11-12 Jahren.

Für den Luxemburger Jugendkader, aktuell bestehen aus 13 Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 18 Jahren, waren 7 Jugendliche am Start. Für Marie Baertz (aktuelle Landesmeisterin der Damen) und Lisa Steingrube (aktuelle Landesmeisterin der Juniorinnen) war es quasi ein Heimspiel: Seit eineinhalb Jahren verstärken sie, neben ihren Clubs in Luxemburg, auch die Damenmannschaft der zweiten Bundesliga des EGW. Hierfür nehmen beide auch regelmäßig eine Fahrt von jeweils 160 Kilometern Richtung Pirmasens auf sich, um am Trainingsbetrieb der Mannschaft des EGW teilzunehmen. Während Marie Baertz bereits ihren ersten Einsatz in der Mannschaft feiern durfte, ist Lisa Steingrube dabei, ihre Konstanz bei Einsätzen in der Altersklasse 18 (AK18) zu festigen. Mit der AK18 Mannschaft des EGW konnten sie sich vor 2 Wochen für das Finale der Deutschen Meisterschaften qualifizieren.

Bei den Jungen - Teilnehmer bei den Framas Open waren hier, Alexandre Dorier, Willy Wilge, Maxime und Daniel Morn sowie Alexandr Krämer-, sammeln einige Kaderspieler bereits Erfahrungen im Regionalligateam des Golfclub Rheinhessen.

Harry Görke, Kadertrainer: Der Vergleich auf internationaler Ebene, sei es in Frankreich, Belgien oder Deutschland ist wichtig, um den Jugendlichen sowohl das derzeit herrschende allgemeine Leistungsniveau aufzuzeigen, als auch ihnen dadurch zu vermitteln, wie ihr eigener Leistungsstand im Vergleich hierzu ist.

Die Ergebnisse bei den Framas Open zeigen, dass die Spieler aus Luxemburg durchaus zeitweise mithalten können. Es fehlt aber aktuell noch an der Konstanz, damit sich dies nach 4 Tagen und den 72 zu spielenden Löchern auch im Gesamtergebnis widerspiegelt:

Bei den Damen hat Marie Baertz über 4 Tage die größte Konstanz gezeigt und konnte am Ende einen guten 8. Platz bei den Damen in ihrer Altersklasse erzielen. Auf die Gesamtsiegerin, Fehild Gräsel aus Deutschland, die mit einem Score von -4 (284 Schläge) gewann, hatte Marie mit einer +16 letztendlich 20 Schläge Rüˆckstand. Nicht ganz so gut lief es bei Lisa Steingrube, die am ersten Tag mit den extrem schnellen Grüns überhaupt nicht zurechtkam. Am Ende bedeutet dies mit einer +35 ein 11. Rang.

Bester Junge war Alexandre Dorier (+23, mit 311 Schlägen der 25. Platz in seiner Altersklasse), gefolgt von Willy Wilge (+35, 38. Platz) sowie Maxime Morn (+64), Alexandr Krämer (+68). Hier zeigte sich ein noch größerer Abstand zur Spitze: Die ersten 7 Teilnehmer konnten allesamt unter Par spielen, an der Spitze lieferten sich die Deutschen Christopher Sacher (-14) und Philipp Macionga bis zuletzt ein hartes Kopf an Kopf Rennen, welches am Ende mit -16 bzw. 272 Schlägen zugunsten von Philipp Macionga entschieden wurde. Daniel Morn (8) als einer der jüngsten Teilnehmer im Feld, spielte 4x9 Loch in der Altersklasse 7-10 Jahre und konnte mit +76 den 6. Rang erzielen.

Neben den sportlichen Aspekten ist hervorzuheben, dass neben Trainingsfleiss und Turniererfahrungen sammeln, die Unterstützung der Eltern, die in dieser Woche ihre Kinder begleiteten, ebenfalls von großer Bedeutung ist. Frank Steingrube (Jugendkoordinator): „Im Vergleich zu anderen Ländern, in denen viele Hauptberuflich in ihren jeweiligen Landesverbänden angestellt sind, erfolgt die Jugendarbeit in Luxemburg auf rein ehrenamtlicher Basis. Umso wichtiger ist der Support der Eltern. Letzte Woche wurde jeder Teilnehmer von wenigstens einem Elternteil begleitet, dass macht die logistische Arbeit vor Ort wesentlich einfacher. Ein herzliches Dankeschön dafür“.

Als Resümee bleibt festzuhalten, dass die Jugendlichen eine beeindruckende Turnierwoche erlebt haben. Weitere Teilnahmen auf internationaler Ebene sind bereits geplant.

Text: Frank Steingrube